Kanton GENF

KULINARISCHE TRADITION

  • Fricassée (Schweinsragout nach Genfer Art)
  • Omble chevaliers pochés (Saibling-Fischgericht)

 

SUPPEN

  • Genfer Weinsuppe mit Beeren

KARTOFFEL- UND GEMÜSEGERICHTE

  • Genfer Cardons (eine spezielle Gemüsesorte)
  • Longeole (eine Genfer Wurstspezialität mit Kartoffeln)

 

FLEISCH- UND WURSTGERICHTE

  • Mariniertes Schweinsvoressen “Genfer Art“

Entrecôte Café de Paris

KÄSESPEZIALITÄTEN

  • Genfer Fondue (mit Morcheln)
  • Tomme Vaudoise
  • Reblochon

 

SÜSS-SPEISEN

  • Genfer Quarkpastete
  • Genfer Torte

Genfer Waffeln

KULINARISCHE GESCHICHTEN

Genfer Cardons

Die Gemüseartischocke ähnelt in allen Teilen ihren wilden Vorfahren, Cynara cardunculus. Es ist eine kurzlebige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 250 cm erreicht. Die großen Laubblätter sind meist tief gelappt bis zusammengesetzt mit einem stacheligen Blattrand. Im Unterschied zu ihren wild wachsenden Vorfahren sind die Blattstiele

verdickt. Gegessen werden die gebleichten Blattstiele sowie bisweilen die graugrünen Blätter. Der Geschmack von Cardy ist leicht bitter und artischockenähnlich.

Eine der bekanntesten Cardy - Sorten ist die Sorte 'Cardon argente epineux de Plainpalais'. Sie wurde als erstes Schweizer Gemüse ins Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen (GUB/AOC) aufgenommen.

 

Longeole

Die Longeole geht vermutlich auf die nach Genf geflüchteten Hugenotten aus der Dauphiné zurück. Der Überlieferung nach sei sie vom Mönch Père Longeot erfunden worden, der zur normalen Wurstmasse Fenchelsamen und Schwarte zugegeben haben soll. Erstmals schriftlich belegt ist die Longeole in einem Genfer Kochbuch von 1820. Ab 1930 organisierten die Genfer Gemüsebauern und der Genfer Metzgerverband jährlich gemeinsam die Journée de la Longeole.

 

Café de Paris

Die Sauce Café de Paris ist eine kalte Buttermischung. Sie wird zu verschiedenen Fleischgerichten serviert. Die Sauce entstand in den 1930er Jahren im Genfer „Restaurant du Coq d’Or“ der Familie Bourbier. Die Tochter von Madame Bourbier heiratete den Eigentümer des Restaurants „Café de Paris“, nach dem die Sauce benannt wurde. Das „Café de Paris“ ist dafür bekannt, als einziges warmes Gericht auf der Speisekarte Entrecôte vom Rind mit Buttersauce, grünem Salat und Pommes frites anzubieten.