Kanton WALLIS

KULINARISCHE TRADITION

  • Gomser Fondue (Walliser Fondue)
  • Raclette
  • Pannequets (Omeletten)
  • Walliser Trockenfleisch

 

SUPPEN

  • Spargelcremesuppe
  • Bergheusuppe
  • Gemüsebauernsuppe

KARTOFFEL- UND GEMÜSEGERICHTE

  • Walliser Spargelkuchen
  • Cholera (Gemüse - Kuchen)
  • Gâteau Savièse (Kartoffel - Lauch - Kuchen)

 

FLEISCH- UND WURSTGERICHTE

  • Walliser Gsottus (deftiges Fleischgericht)
  • Walliser Schnitzel

KÄSESPEZIALITÄTEN

  • Alpenrose
  • Hobelkäse
  • Simplonkäse
  • Raclette Käse

SÜSS-SPEISEN

  • Sii
  • Hollermües (Holundermus)
  • Aprikosenkompott
  • Aprikosen Biskuits

KULINARISCHE GESCHICHTEN

Vor dem Kanton Waadt ist der Kanton Wallis der größte Weinhersteller in der Schweiz.

Walliser Raclette

Das oder die Raclette (von französisch racler, „schaben, kratzen“) ist - neben dem Käsefondue - eines der Schweizer Nationalgerichte, die aus geschmolzenem Käse zubereitet werden. Auch der zur Zubereitung verwendete Käse wird oft (der) Raclette genannt.

Die erste erhaltene schriftliche Erwähnung von Raclette ist in mittelalterlichen Klosterhandschriften aus den Kantonen Obwalden und Nidwalden zu finden, wo von einem Bratchäs („Bratkäse“) als einer besonders nahrhaften Speise der Alphirten berichtet wird.

Im bekannten Kinderbuch Heidi von Johanna Spyri wird Raclette als „Käsebraten am Spiess“ bezeichnet.

Walliser Fondue

Das Käsefondue ist die älteste Variante des als Fondue bezeichneten Gerichts. Es besteht aus einer Mischung von geschmolzenem Käse und Weißwein, der als Bindemittel Stärke zugegeben und die mit einem Schuss Kirsch (Obstler) sowie Knoblauch und Pfeffer abgeschmeckt wird.

Je nach Art des Käses variiert der Geschmack des Fondues, was besonders bei den vielen regionalen Varianten des Fondues erkennbar wird.

Safranrisotto nach Munderart


Im wallisischen Mund wird heute noch Safran angebaut. Es ist das einzige Gebiet in der Schweiz, wo das sogenannte rote Gold kultiviert wird. Die Walliser sind stolz darauf und haben damit ein köstliches Risotto kreiiert, das Safranrisotto nach Munderart.

Sii

Diese Süss-Speise war lange Zeit ein traditioneller Nachtisch bei Hochzeiten im Unterwallis. Gewürze und Roggenbrotwürfel werden in Wein mariniert. Weinbeeren ebenfalls in Wein einlegen. Anderntags miteinander vermischen. Zucker oder Johannisbeergelee sowie Holunder-Sirup süssen diesen Hochzeitsnachtisch. In kleinen Förmchen oder Schalen gerade so erwärmen, dass der Alkohol nicht verfliegt. Mit Sahne servieren.