Kanton BERN

KULINARISCHE TRADITION

  • Berner Zungenwust
  • Berner Platte mit Sauerkraut (Suurchrut)
  • Dauerwurst “Gumpesel“

 

SUPPEN

  • Berner Märitsuppe

Bärlauchsuppe (Berner Jura)

KARTOFFEL- UND GEMÜSEGERICHTE

  • Berner Rösti
  • Kartoffelauflauf “Berner Art“
  • Zwiebelkuchen

 

FLEISCH- UND WURSTGERICHTE

  • Emmentalerli (traditionelle Brühwürste)
  • Emmentaler Lammvoressen
  • Emmentaler Hamme (Bauernschinken)

KÄSESPEZIALITÄTEN

  • Bergrahmkäse (Entlebuch)
  • Berner Hobelkäse
  • Belper Knolle. (Frischkäse, in einen Hauch Pfeffer gehüllt)
  • Brienzerkäse

 

SÜSS-SPEISEN

  • Meringue
  • Berner Nusstorte

Berner Chirschi – Tschu

KULINARISCHE GESCHICHTEN

Berner Platte

Die Berner Platte ist ein traditionelles und üppiges Fleischgericht der Berner Küche.

Sie besteht aus verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten wie Rindfleisch,

 

geräucherter Schweine- und Rinderzunge und geräuchertem Bauchspeck, Rippli (Kasseler), Schüfeli (Schweineschulter), Gnagi (Eisbein), Zungenwurst und Schweineohren oder -schwänzen, die gekocht mit wacholder-gewürztem Sauerkraut, Sauren Rüben, grünen und/oder getrockneten Bohnen (Dörrbohnen) und Salzkartoffeln auf einer grossen Platte angerichtet und serviert werden. Die Berner Platte ist jedoch kein Eintopfgericht, sondern die verschiedenen Fleischzutaten und Beilagen werden jeweils separat zubereitet bzw. gegart.

Die Zutaten der Berner Platte wie auch deren historische Geburtsstunde sind verbürgt. Als am 5. März 1798 die Berner bei der Schlacht von Neuenegg die Franzosen in die Flucht geschlagen hatten und als Sieger zurückkehrten, musste in kürzester Zeit ein Siegesfest organisiert werden. Hierzu steuerte die Gemeinde das Beste bei, was ihre Vorräte hergaben; aufgrund des Spätwinters überwiegend haltbare oder haltbar gemachte Speisen, welche zur bekannten Platte kombiniert wurden.

Dauerwurst “Gumpesel“

Seit jeher wurde in den landwirtschaftlichen aushalten gegen Weihnachten oder in der Altjahrswoche eine Hausmetzgete durchgeführt. Dabei wurden ein oder mehrere Alpfährli geschlachtet. Lebensmittel wurden sorgfältig verwertet und so wurden beim Schlachtfest auch verschiedene Wurstwaren hergestellt. Das Originalrezept aus von Bergmanns Ballenbergwurst ist mehrere

Generationen alt und geht auf diese Tradition zurück.

Meringues

In Meiringen soll der italienische Zuckerbäcker Gasparini angeblich um 1600 (oder 1720?) erstmals ein Dessert aus Zucker und Eischnee kreiert haben, das er nach dem Dorf benannte: Aus Meiringen wurde Meringue. In Deutschland ist diese Süssspeise bekannter unter dem Namen Baiser (franz. Kuss), der auf einen Ausruf der englischen Königin zurückgehen soll. Auch am französischen Hof unter Ludwig XV. soll das Eischaumgemisch sehr beliebt gewesen sein, wo es Meringue genannt wurde. Französische Kolonialisten führten es bis nach Haiti aus – die Kolonialinsel war der Hauptzuckerlieferant des Landes. Dort soll Mitte des 19. Jahrhunderts die Süssspeise dem karibischen Tanz auf der Dominikanischen Republik, dem Merengue, ihren Namen gegeben haben.

Nachweisen lässt sich dies nicht mehr. Mögliche Unterlagen aus dem Kochkunst - Museum in Frankfurt/Main, die dies hätten bestätigen können, wurden im Zweiten Weltkrieg vernichtet. Auch die Archive in Meiringen wurden durch zwei

 

Feuersbrünste zerstört. Übrig geblieben ist nur die Namensähnlichkeit mit dem beliebten Dessert.