Kanton APPENZELL INNERRHODEN

KULINARISCHE TRADITION

  • Appenzeller Käse
  • Appenzeller Mostbröckli (pikant gewürztes, luftgetrocknetes Fleisch)
  • Alte Maa (Brotkäsegericht)
  • Appenzeller Alpenbitter

 

SUPPEN

  • Appenzeller Haferflockensuppe
  • Appenzeller Zwiebelsuppe
  • Käsesuppe

KARTOFFEL- UND GEMÜSEGERICHTE

FLEISCH- UND WURSTGERICHTE

  • Appenzeller Siedwürste
  • Appenzeller Pantli
  • Alpenkübler (Rohwurstspezialität)
  • Chäshörnli und Ghackets

KÄSESPEZIALITÄTEN

  • Appenzeller Fondue
  • Appenzeller
  • Säntis Bergkäse

SÜSS-SPEISEN

  • Appenzeller Biber (Mandelgebäck)
  • Appenzeller Bireweggli (Birnbrot)
  • Appenzeller Chriesilatwäri (Kirschenmus)

Appenzeller Bärli-Biber und Bärli-Biberli (ein Lebkuchen-Gebäck)

KULINARISCHE GESCHICHTEN

Appenzeller Biber

Der Appenzeller Biber ist eine Lebkuchenspezialität aus dem Appenzellerland.

Nachweislich erstmals gebacken wurde der Appenzeller Biber im 16. Jahrhundert. Fladen ähnlicher Art waren früher allerdings in ganz Mitteleuropa verbreitet, und die ersten schweizerischen Bibenzelter, also Bibenzelten-Bäcker, finden sich im 14. Jahrhundert aus Basel und Zürich überliefert.

Das Wort Biber ist eine Verkürzung aus Biberzelten und Biberfladen und taucht in Quellen der Ostschweiz und des benachbarten Konstanz schon im 14. Jahrhundert als bimenzelte auf. Das Bestimmungswort bimen(t) geht auf lateinisch pigmentum zurück und bezeichnet ein Gewürz, nämlich Nelkenpfeffer.

Ein Zelte(n) ist ein flaches Gebäck (hiervon stammt auch das mundartliche Zältli für 'Bonbon'), wie auch ein Fladen ein flaches Gebäck meint.

Schon im 16. Jahrhundert ist neben bimenzelten auch bibenzelten überliefert, und im 19. Jahrhundert taucht die Schreibung Biberzelten bzw. auch Biberfladen, Biber auf. Das offenbar nicht mehr verstandene erste Wortglied Biment wurde also volksetymologisch nach dem Tiernamen Biber umgedeutet.