Kanton APPENZELL AUSSERRHODEN

KULINARISCHE TRADITION

  • Appenzeller Käse
  • Appenzeller Bier "quöllfrisch und naturtrüb"

SUPPEN

  • Brotsuppe mit Kümmel
  • Haferflockensuppe
  • Käsesuppe

KARTOFFEL- UND GEMÜSEGERICHTE

 FLEISCH- UND WURSTGERICHTE

  • Appenzeller Mostbröckli
  • Appenzeller Pantli und Alpenkübler
  • Appenzeller Gitzichüechli
  • Appenzeller Siedwürste
  • Chäshörnli und Ghackets

KÄSESPEZIALITÄTEN

  • Appenzeller Fondue
  • Appenzeller Käse

 SÜSS-SPEISEN

  • Appenzeller Alpenbitter Parfait

Appenzeller Pastete

KULINARISCHE GESCHICHTEN

Appenzeller Siedwurst

Die Appenzeller Siedwurst ist eine helle Brühwurst, die roh, gekocht oder pasteurisiert als Spezialität aus der Ostschweiz verkauft wird.

1873 wurde in einem Brief erwähnt, dass im Appenzellerland Rinderdärme als Wursthüllen verwendet wurden. Für die Produktion des sehr feinen Bräts der heutigen Siedwurst werden Maschinen als Hilfsmittel benötigt. Aus diesem Grund wird die Entstehung der Appenzeller Siedwurst im 19. Jahrhundert angesiedelt.

Die Appenzeller Siedwurst hat einen typischen Knoblauch- und Kümmelgeschmack und wird traditionell mit Käsehörnli und Apfelmus serviert.

Appenzeller Mostbröckli

Die älteste Erwähnung des Mostbröckli ist im Jahre 1905 im sogenannten Idiotikon, einem schweizerdeutschen Wörterbuch, zu finden. Dort ist zu lesen, dass das Mostbröckli «ein exquisites Stück aus dem Rücken des Rindes» ist, «das gedörrt als Leckerbissen zu Most genossen wird».

Ursprünglich stammt Mostbröckli aus dem ostschweizerischen Appenzellerland und wurde entweder mit vergorenem Apfelsaft (Most) gewürzt oder dazu genossen, woher auch der Name stammt. In der Schweiz wird auch Pferdefleisch zur Herstellung verwendet, das aber immer als solches gekennzeichnet ist.

Der Name Mostbröckli wird also zum einen damit erklärt, dass man Mostbröckli üblicherweise zusammen mit einem Glas Most konsumiert. Eine andere Deutung lieferte ein Appenzeller Metzger: Da früher nicht immer das zarteste Rindfleisch genommen wurde, fügte man ihm beim Einsalzen Most zu. Die Säure des Apfelsaftes machte das Fleisch mürbe, wobei zugleich die Ausbreitung von Bakterien gehemmt wurde. Weshalb das Mostbröckli als Ersatz für Schweinefleisch galt, ist historisch bedingt: Die Appenzeller Bauern waren im 19. Jahrhundert vor allem in der Milchwirtschaft tätig; im Jahr 1876 zählte man bei einer Viehzählung 8000 Stück Rinder und 4000 Ziegen, aber nur 3500 Schweine. Schweine waren damals deshalb sehr teuer, da sie dasselbe assen wie Menschen. Erst mit der späteren Einführung der Käsereien und der daraus abfallenden Molke fand man so ein günstiges Futtermittel für die Schweine. Schweinefleisch war jedoch damals wie heute insbesondere geräuchert sehr beliebt. Es war deshalb naheliegend, die besten Rindfleischstücke so zu verfeinern, dass sie geschmacklich an geräuchertes Schweinefleisch erinnerten.

 

Appenzeller Käse

Die geheimnisvolle Kräutersulz

Das streng begrenzte Produktionsgebiet garantiert die Einzigartigkeit der würzigen Käsespezialität: Appenzeller® Käse darf ausschliesslich in den Kantonen Appenzell Inner- und Ausserrhoden sowie in Teilen der Kantone St. Gallen und Thurgau nach überliefertem Rezept hergestellt werden. Seinen einzigartig würzigen Geschmack verdankt er der liebevollen, mindestens dreimonatigen Pflege mit der Kräutersulz, deren Zusammensetzung ein streng gehütetes Geheimnis ist. Der Käsepass auf der Unterseite jedes Laibes bürgt für erstklassige Qualität.