Kanton LUZERN

KULINARISCHE TRADITION

  • Luzerner Chügelipastete
  • Luzerner "Tuusig-Bohne-Ragout"
  • Entlebucher Pilzschnitten
  • Entlebucher Kafi

 

SUPPEN

  • Luzerner Fastensuppe
  • Butter Brot Suppe

Luzerner Fischsuppe

KARTOFFEL- UND GEMÜSEGERICHTE

  • Älplermagronen
  • Luzerner Zwiebelsalat
  • Luzerner Linseneintopf

 

FLEISCH- UND WURSTGERICHTE

  • Luzerner Linseneintopf
  • Entlebucher Schweinspfeffer
  • Hasenpfeffer nach Jägerart

KÄSESPEZIALITÄTEN

  • Luzerner Perle
  • Hämiker-Berg-Käse
  • Seetaler Chäsli

 

 

SÜSS-SPEISEN

  • Luzerner Chriesisuppe
  • Luzerner Lebkuchen

KULINARISCHE GESCHICHTEN

Luzerner Chügelipastete

Die Luzerner Chügelipastete ist ein Fleischgericht der Schweizer Küche. Es wurde nach dem Kanton Luzern bzw. der Stadt Luzern benannt. Im lokalen Dialekt wird sie als Lozärner Chögelipastete bezeichnet. Ein anderer Name hierfür ist Fritschipastete. Der Name leitet sich von der Kugelform (Chügeli = Kügelchen) der meisten verwendeten Zutaten ab.

Älteste Erwähnungen des Gerichts stammen aus dem 18. Jahrhundert, und zeigen eine beständige Veränderung des Gerichts in seiner Form und Zusammensetzung. Die Grundform besteht aus einer Pastete aus Blätterteig, welche mit einem Ragout aus Fleisch, Champignons und Rosinen gefüllt ist.

Luzerner "Tuusig-Bohne-Ragout"

Dieses alte Rezept mit Hülsenfrüchten wird noch heute gerne zubereitet. Vor allem an kalten Wintertagen war und ist es ein wundervoller Schmaus. Der Menge nach ist es für eine grössere Runde am Tisch gedacht. Falls diese nicht vorhanden ist, lässt sich das köstliche Mahl auch aufwärmen und am nächsten Tag geniessen. Dann lohnt sich auch der etwas grössere Arbeitsaufwand, den die Zubereitung des Ragouts erfordert.

Luzerner Älplermagrone

Älplermagronen (auch Älplermakkaronen) ist der Name eines Gerichts aus dem schweizerischen Alpengebiet, aus Teigwaren, Kartoffeln, Rahm, Käse und Zwiebeln. Der Name leitet sich von Älpler als Bezeichnung der Bewohner von Alpen ab. Magronen bezeichnet im Schweizer Alpengebiet ganz allgemein Teigwaren und ist als Lehnwort vom italienischen Maccaroni übernommen.

Älplermagronen werden heute als traditionelles Schweizer Sennengericht angesehen. Tatsächlich kamen Teigwaren allerdings erst in die Zentralalpen, als der Gotthardtunnel gebaut wurde und die italienischen Arbeiter ihre gewohnte Pasta mitbrachten, die sich bald einbürgerte. In der Schweiz wurden die Teigwaren unter Zugabe von einheimischen Eiern hergestellt. Das neue Nahrungsmittel wurde besonders bei den Sennen schnell beliebt, da es haltbar war und im Verhältnis zum Nährwert sehr leichtgewichtig - beides unschätzbare Vorteile in einer Zeit, als sämtliche Nahrungsmittel ausser Milch und Käse noch mit dem Räf auf die Alp transportiert werden mussten. Die "Magronen" wurden mit billigen einheimischen Kartoffeln gestreckt, mit Zwiebeln gewürzt und ergaben mit Rahm und Käse ein deftiges Gericht, das im Kessel über dem offenen Feuer einfach herzustellen war und auch bei der schweren Arbeit auf der Alp gut sättigte.