Kanton OBWALDEN

KULINARISCHE TRADITION

  • Zigerkrapfen (Zigerchrapfe)
  • Zigerkugeln (Zigerchugele)

 

SUPPEN

  • Obwaldner Käsesuppe

KARTOFFEL- UND GEMÜSEGERICHTE

 

FLEISCH- UND WURSTGERICHTE

  • Älplermagronä
  • Schwynigs und Cheschtenä (Schweinefleisch und Kastanien)

KÄSESPEZIALITÄTEN

  • Sbrinz
  • Obwaldner Alpchäs
  • Vacaprino

 

SÜSS-SPEISEN

KULINARISCHE GESCHICHTEN

Zigerkrapfen

Die erste Älplerchilbi ist in Obwalden seit 1624 urkundlich bezeugt. Spezialitäten des Tages sind die Ofen- und Zigerkrapfen. Die Ofenkrapfen bestehen aus Blätterteig mit einer Füllung aus gekochten Dörrbirnen. Zigerkrapfen werden mit gewürztem Ziger (Nebenprodukt der Käseherstellung) gefüllt und in der Pfanne herausgebacken. Eine eigene Älplerchilbi findet in Kerns und in Melchtal statt.

Die Zigerkrapfen sollen von Nonnen in einem Kloster erfunden worden sein. Schon vorher war es Brauch, die Krapfen anlässlich der Fasnacht zu geniessen.

Cholermues

Das ist ein typisches Gericht der Alpenbewohner. Die traditionellen Speisen waren an den täglichen Bedarf angepasst und auf den Tisch kam, was die Region selbst hervor brachte. Milch war im Alpenland ein kostbares Gut und man ging sorgsam damit um. Daraus entstanden vor allem Butter, Sahne und Käse. Milch lieferte die Nahrungsgrundlage für das tägliche Brot der Bewohner von Obwalden und der gesamten Umgebung. Nach und nach erweiterte sich der Speiseplan dieser Region, vergessen hat man aber die alten Rezepte deshalb nicht. Im Gegenteil, man findet sie noch überall präsent.

Cholermues ist ein einfaches aber nahrhaftes Essen, welches früher ganze Familien satt machte. Dieses Omelett besteht aus Mehl, Eiern, Rahm oder Milch. Das Omelett wird während des Bratvorgangs in der Pfanne in kleine Stückchen zerteilt und goldbraun gebraten. Früher wurde Cholermues mit Apfel- oder Birnenmus serviert. Heute können vom Salat bis zu frischen Früchten vielfältige Beilagen mit auf den Tisch kommen.

Älplermagronä


Von diesem Gericht gibt es in Obwalden verschiedene Versionen. Ursprünglich bestand es nur aus Hörnli, die in Milch gegart wurden und mit Käse bestreut zu Tisch kamen. Mittlerweile haben die Obwälder das Rezept etwas verändert.

Heute versteht man unter Älplermagronä gegarte Teigwaren und Kartoffeln, die mit geschmältzten Zwiebeln und Gewürzen vermischt werden. Darunter wird eine Käsesosse gezogen und das Gericht erwärmt, bis der Käse geschmolzen ist.